Warum bin ich so "behindert"?

  • Ja warum? Warum behindert mich eigentlich mein eigener scheiß Perfektionismus ständig?! Wieso falle ich ständig immer wieder in so ein tiefes Loch bzw. bewirkt jeder Strich innerliche Schmerzen und Abneigung, gegen das Gezeichnete. Wieso gefällt es mir so oft nicht? Wieso kritisiere ich mich so absolut hart? Wieso glaube ich ständig nicht an mich? Bevor ich anfange überhaupt einen Strich zu setzen, bekomme ich einen Kloß im Bauch, der mir sagt: Ja das wird eh nichts... als ob DU das so hinbekommen könntest, wie du es dir vorgestellt hast... Und dann ist immer wieder diese riesen Hürde da, überhaupt anzufangen, oder weiter zu machen...

    Meine fertigen Bilder sehen immer unfertig aus, Shading und Nachbearbeitung sind bei mir bestenfalls ne 4- . Aber so richtig zu Zeit und den Elan, um es besser zu lernen habe ich dann auch irgendwie nie... weil ich noch so viele andere Hobbies habe, auch wenn ich das Zeichnen so liebe und schon zu meinen Top3 Hobbies zähle... Aber dann habe ich auch genau dabei wieder die Gleiche Hemmung... was lerne ich zuerst? Wo fange ich an? Wie strukturiere ich mir quasi meinen "Zeichenunterricht"? Wo setze ich die ersten Prioritäten... und welche Tutorials sind dafür am geeignetsten? Wo fange ich an??? Und wo liegt eigentlich gerade mein Skill... Was brauche ich um besser zu werden? Muss ich erst mal mit der Farbenlehre anfangen? Wo steige ich beim Shading ein? Und ich muss ja auch noch CSP besser verstehen lernen, damit ich die Funktionen besser verwenden kann....

    Das alles behindert mich.... ich habe manchmal Glückstreffer und manchmal so Hypephasen, wo das Zeichnen gut geht. Aber ich hake immer irgendwo... und ich möchte wirklich besser werden :frowning_face: Weiß jemand, wo man anfängt? Wie man sich so einen eigenen "Unterricht" am besten strukturiert? Und kennt jemand gute Tutorials, die nicht unbedingt bei 0 anfangen, aber auch nicht direkt bei 150?

    Und wem geht es ähnlich? :'D wenn ich das oft so lese, kennen diese Probleme und Gefühle einige wenn nicht irgendwo alle Künstler. Wie geht ihr damit um? Was hat euch geholfen?

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    :herz: Ava by Yoshi :herz: Sig by Vic :herz:

  • Oh ja... ich fühle das grade im Moment einfach so sehr, alles was du geschrieben hast.

    Nichts will so richtig klappen und wenn einem die Skizze gefällt, die Lines dann aber nicht mehr, dann zweifelt man einfach direkt wieder an seiner kompletten Kunst.
    Bei mir ist es auch meist so, dass ich sehr kreative Ideen habe, aber diese absolut nicht so umsetzen kann, wie ich es mir im Kopf so vorstelle. Das schlimme dabei ist auch, dass ich es mittlerweile kaum noch versuche umzusetzen, sondern es einfach gleich sein lasse, weil ich denke, es klappt ja sowieso nicht so wie ich es möchte, also wieso sollte ich es ausprobieren.

    Diese Gedanken das ich eh nichts so geschissen bekomme, wie ich es möchte, machen mich dann so unsicher und traurig und demotivieren mich, dass ich meist gar nichts mehr zeichne. Bisher muss ich sagen, waren das immer nur Phasen. Allerdings hänge ich in dieser jetzigen schon so lange, dass ich gar nicht mehr weiß, wie ich es wieder raus schaffen soll.

    Mir hat bisher immer gut geholfen, den Stift einfach mal komplett an die Seite zu legen und mich mit anderen Dingen die ich gerne tue zu beschäftigen. Irgendwann kam die Lust zu zeichnen dann immer wieder ganz langsam zurück und wenn ich dann langsam wieder ein paar Kleinigkeiten gezeichnet habe, dann kam die Kreativität und alles andere auch zurück. Zwingen würde ich mich nicht mehr zum zeichnen. Zumindest ich hab die Erfahrungen für mich selbst so gemacht, dass es so nur noch schlimmer wird.

  • Ich denke das ist fast garantiert in jeder Kunstform?

    Jedes Mal wenn wir besser werden, werden wir auch besser darin Fehler zu erkennen. Zu dem lernen wir es etwas schneller Details als falsch/richtig zu erkennen als wir lernen diese zu korrigieren.

    Deswegen sind auch Bilder anderer Künstler die ich vor 15 Jahren perfekt und episch fand jetzt voller Fehler. Die waren damals auch drin aber ich wusste nicht genug im sie zu erkennen und als störend zu empfinden.

    Solange man also lernt und beabsichtigt zu lernen wird man immer gut genug sein Fehler im eigenen Bild zu erkennen aber nicht zu beheben.

    Deswegen ist Kunst oft so ein masochistischer Bereich.

    Selbst wenn man mit dem eigenen Bild man glücklich ist sieht man es aus einem anderen Winkel, anderen Gerät, einen Tag später und schon sieht man mehr und mehr Fehler, fragt sich warum man ständig so unfertiges Zeug raus gibt, ob das wirklich alles ist was man aktuell kann, ob das wirklich meine beste Leistung war und man mal es noch drei Mal und jedes Mal macht man andere Fehler, mal auch was besser, mal auch viel besser, aber ob es besser oder schlechter oder gleich wird es ist frustrierend. "Also kann man wirklich nur das" oder "ich bin noch schlechter als ich dachte" oder "also warum nicht gleich so? Habe ich mir keine Mühe gegeben? War ich zu ungeduldig? ".

    Dieser Frust, dieser Zweifel feuert das lernen an. Es zerstampft und erbaut die Motivation noch besser zu werden.

    Good stuff.

  • Ich stecke jetzt auch ein paar Jahre in so einer Phase fest.

    Wenn man sich selbst einredet, dass man automatisch zum scheitern verurteilt ist, ist das Anfangen so so viel schwerer. Wenn man sowieso nichts kann, was ist dann der Punkt des ganzen? Das redet mein Kopf mir zumindest ein. Also ich fühle da mit dir. :smiling_face:

    Es gibt irgendwie ganz verschiedene Wege, da ran zu gehen. Also an das Brechen dieser "Art Depression" (wie ich es getauft habe. Ist wie art-block nur noch mieser) und auch an das Lernen.
    Des Stift für eine Weile nieder legen bringt mir persönlich gar nichts, weil mich das schlechte Gewissen plagt, dass ich etwas hätte machen können. Eine Challenge zu machen und dafür jeden Tag zu zeichnen hilft auch nicht, weil ich so von Tag zu Tag nachverfolgen kann, wie die Qualität meiner Arbeit genauso wie meine Laune, Motivation und mentale Gesundheit sinkt. Tutorials schauen deprimiert, weil ich nie so gut sein werde, wie die in dem Video (also wenn man meinem Kopf glauben kann). Naja, du kannst alle drei Optionen ausprobieren, vielleicht bist du anders als ich. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Ich bin auf eine Kunstschule gegangen und hatte viel Zeichenunterreicht (peinlich, das zuzugeben, wenn man sich die Qualität meiner Arbeiten anschaut, aber leider wahr). Das ging von Farbenlehre über Anatomie, malen mit Acryl, Perspektive, Stilleben/Aktzeichnen bis zu Programmen wie Photoshop und Illustrator (und Kunstgeschichte, gähn). Ich bilde mit jetzt also mal ein, ein bisschen beurteilen zu können, wie welche Art von Unterricht so ist.

    Das Allermeiste davon ist theoretisch. Und meiner Meinung nach ist Theorie das genaue Gegenteil von dem, was du brauchst. Du scheinst das Zeichnen sowieso schon super verkopft anzugehen und denkst zu viel nach. Deinen Kopf dann mit dem Wissen über Anatomie oder Perspektive noch mehr zu überfüllen, schadet mehr als dass es hilft. Weil du dich noch mehr darin verrennst, welchen "Regeln" du folgen musst, um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen.

    Von dem her wäre meine Empfehlung, einen anderen Weg zu gehen. Zeichne, was du siehst. Im Idealfall im Rahmen von einem Kurs mit einem Lehrer vor Ort. In der Regel funktionieren solche Klassen so, dass der Kursleiter Objekte mitbringt, die gezeichnet werden sollen. Alle zeichnen das gleiche und der Leiter gibt Feedback zu den Zeichnungen. Am Ende kann man dann schauen, wie die Zeichnungen von den anderen so aussehen. Alles ist weniger ernst, weil das Ziel nicht Perfektion oder eine fertige super tolle Zeichnung ist, sondern einfach zu zeichnen, unabhängig davon, wie das Ergebnis wird. Ein guter Lehrer/Kursleiter wird hierbei immer mal wieder Tipps und theoretisches Wissen einfließen lassen, aber der Hauptfokus bleibt immer das praktische Zeichnen. Und du trainierst ganz viele Dinge einfach automatisch nebenbei mit. Wie zum Beispiel Perspektive und Shading. Oder auch Anatomie, wenn so ein Kurs auch Aktzeichnen beinhaltet (es ist übrigens bedeutend weniger seltsam für ein paar Stunden einen wildfremden nackten Menschen anzustarren als man im ersten Moment denken mag).
    Solche Kurse funktionieren für jedes Skilllevel, also auch etwas, um das du dir keine Gedanken machen musst und ein Kurs vor Ort sorgt dafür, dass das Zeichnen nicht in den anderen Hobbies unter geht. Nachteil wäre, dass sowas Geld kostet (und für mich auch, dass ich für sowas mit fremden Menschen reden muss, was halt nicht drin ist, aber vielleicht bist du da anders als ich. Würde ich dir auf jeden Fall wünschen). Großer Vorteil ist, dass man angeleitet wird und direkt Hilfestellungen bekommt. Aber auch, dass man gelobt wird, wenn was gut wird. Ich persönlich bin ganz schlecht darin, meine kleinen oder größeren Erfolge anzuerkennen und würde mir nie erlauben, etwas gut zu finden, das ich gemacht habe. Mal zu hören, dass etwas gut geworden ist, insbesondere wenn es von jemandem kommt, der qualifiziert und neutral ist (aka einem Lehrer) kann da viel helfen.

  • Meine fertigen Bilder sehen immer unfertig aus, Shading und Nachbearbeitung sind bei mir bestenfalls ne 4- . A


    Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie unterschiedlich eigene und die Fremdwahrnehmung ist. Ich bin auf Telegram wieder auf deine Sachen gestoßen und habe mir nur gedacht "Wow, ich wünschte, ich könnte das auch so gut."

    Weißt du, woher diese Gedanken genau stammen? Was war der Auslöser? Hat mal jemand was Doofes zu dir gesagt? Ich hatte auch lange Zeit ein sehr niederes Selbstwertgefühl bzgl. meiner Bilder, einige sogar zertört/in den Müll geschmissen, weil Leute aus'm Netz mir sagen gesagt haben, ist eh doof. Rückblickend betrachtet weiß ich: Das ist gar nicht wahr. Meine Bilder waren nicht perfekt, nö. Aber total liebenswert und knuffig und immer tolle, witzige, berührende Ideen.


    Du musst dich so schnell es geht davon lösen. ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan. Als ich meine Bilder aber auch gehasst und schlecht geredet habe, gab es kein Raum mehr für Entwicklung. Und Entwicklung kommt auch, wenn man häufiger zeichnet. Ich habe Dinge z.B. nie geübt, sondern immer nur das gemalt, was ich wollte. Bin trotzdem besser geworden. Vielleicht langsamer als die anderen, aber wen juckt das?


    Ich hoffe sehr, dass du das bald überweiden kannst

    Ava von Jintara / Titelbild von Blaideii / Sig von ToasterFox

  • Ja warum? Warum behindert mich eigentlich mein eigener scheiß Perfektionismus ständig?! Wieso falle ich ständig immer wieder in so ein tiefes Loch bzw. bewirkt jeder Strich innerliche Schmerzen und Abneigung, gegen das Gezeichnete. Wieso gefällt es mir so oft nicht? Wieso kritisiere ich mich so absolut hart? Wieso glaube ich ständig nicht an mich? Bevor ich anfange überhaupt einen Strich zu setzen, bekomme ich einen Kloß im Bauch, der mir sagt: Ja das wird eh nichts... als ob DU das so hinbekommen könntest, wie du es dir vorgestellt hast... Und dann ist immer wieder diese riesen Hürde da, überhaupt anzufangen, oder weiter zu machen...

    Meine fertigen Bilder sehen immer unfertig aus, Shading und Nachbearbeitung sind bei mir bestenfalls ne 4- . Aber so richtig zu Zeit und den Elan, um es besser zu lernen habe ich dann auch irgendwie nie... weil ich noch so viele andere Hobbies habe, auch wenn ich das Zeichnen so liebe und schon zu meinen Top3 Hobbies zähle... Aber dann habe ich auch genau dabei wieder die Gleiche Hemmung... was lerne ich zuerst? Wo fange ich an? Wie strukturiere ich mir quasi meinen "Zeichenunterricht"? Wo setze ich die ersten Prioritäten... und welche Tutorials sind dafür am geeignetsten? Wo fange ich an??? Und wo liegt eigentlich gerade mein Skill... Was brauche ich um besser zu werden? Muss ich erst mal mit der Farbenlehre anfangen? Wo steige ich beim Shading ein? Und ich muss ja auch noch CSP besser verstehen lernen, damit ich die Funktionen besser verwenden kann....

    Das alles behindert mich.... ich habe manchmal Glückstreffer und manchmal so Hypephasen, wo das Zeichnen gut geht. Aber ich hake immer irgendwo... und ich möchte wirklich besser werden :frowning_face: Weiß jemand, wo man anfängt? Wie man sich so einen eigenen "Unterricht" am besten strukturiert? Und kennt jemand gute Tutorials, die nicht unbedingt bei 0 anfangen, aber auch nicht direkt bei 150?

    Und wem geht es ähnlich? :'D wenn ich das oft so lese, kennen diese Probleme und Gefühle einige wenn nicht irgendwo alle Künstler. Wie geht ihr damit um? Was hat euch geholfen?

    Uff, oh wie ich diese Falle kenne. Unter anderem weil ich auf Insta meine Kunst zur Schau gestellt hab.
    Und oh man, was hat man diese Gesellschaftliche Doktrin inne, das man nur wer ist, wenn man auch viele Subs und co hat.
    Dabei ist das eigentlich eher oft nur ein Trugschluß.

    Ich kann das so krass nachvollziehen. Meine Lösung war, auch wenn es jetzt echt doof klingt : Sich selbst wieder gut sprechen. Sich von den Manipulativen und krassen Indoktrinierten und Intrusiven Gedanken lösen die man auferlegt bekommen oder sich selbst auferlegt hat. Und dabei war es mir zumindest wichtig : Es als "Perfekt" mit Fehlern zu sehen. Je besser etwas aussehen musste, desto mehr wusste ich : Das ist einfach Fertig. Bei Kritik, fühlte ich mehr und mehr : Ja, dann macht es doch besser :D
    Es entwickelte sich eine : Ist mir egal Einstellung.

    Manche Kunstobjekte werden aus den verschiedensten Gründen fertig, und das genauso Kreativ wie die Bilder selbst. Aus Zufall, Unlust, Imperfektion, mangelnde Erfahrung und und und.
    Und genau das, macht die Kunst dann aus. Irgendwem wird das Objekt gefallen. Und selbst wenn ein Bild nicht fertig wird, gehört es zum Weg des ganzen irgendwie dazu.

    Nicht den Kopf hängen lassen, und weiterhin viel Elan und Entspannung. Kunst allen voran brauch auch Energie. Also schone dich, und nimm die jegliche Zeit, die du auch brauchst. :smiling_face:
    Alles gute ! :smiling_face:

    *Mlep* Hey ! Bin ein Wolf. Und du so ? *neugierig guck*

    Fotoquelle : https://nywolf.org (Wolf Conservation Center.)
    ~Hello there !~ => Obi Wan Kenobi.

  • Ich denke du hast hier jetzt schon sehr viele gute Tipps gehört wie man eventuell sich versuchen soll davon abzulenken, weiter zu üben oder ähnliches.

    Ich kann da natürlich nur von mir sprechen aber ich habe einfach gelernt zu akzeptieren das mir niemals alle meine Bilder gefallen werden, himmel ja sogar die meiste Zeit finde ich die Ergebnisse im besten Fall okey.

    Aber mir macht die Tätigkeit an sich nunmal Spaß, das gesamte Konstrukt hinter dem Zeichnen und Kreativ sein ist ein unglaublich schöner Punkt in meinem Leben. Auch wenn ich Meilen weit davon entfernt bin das umzusetzen was ich mir wünsche. Ich bewundere so viele Künstler hier im Forum und auch außerhalb und oft kommt mir der Gedanke: Ach ich wünschte ich könnte so zeichnen wie Person X/Y.

    Aber die Erkenntnis kam das auch die Person die ich bewunder sich wünscht besser zu sein und jemand bewundern. Und diese Person bewundert wieder jemand anderen. Und dann gibt es sogar Leute die MICH bewundern? Kann sich das einer Vorstellen? Es ist ein abstrakter Kreis indem viele Künstler gefangen sind wohin ihre Kreative Reise nun gehen soll.
    Manchmal schaue ich mir alte Werke von mir an, ich vergesse oft von wo ich angefangen hab und wie weit ich bisher schon gekommen bin!

    Ansonsten versuche ich mir einfach immer wieder ins Gedächtnis zu rufen das ich nichts hiervon tue weil ich gut bin, sondern weil es mir Freude bringt. Was mir ein krass positiven Schub immer wieder gibt sind gemeinsame Projekte mit anderen Kreativen Menschen! ArtTrades, Collabs, ArtJams oder ähnlichem! Das gibt mir meist so ein riesen Booster an Freude an dem was ich tue :grinning_face_with_smiling_eyes: Da kommt dann auch schnell die Lust an eigenen Projekten wieder hoch!

  • Heya! Ich bin fast verwundert, dass der Thread von dir kommt Desaia, hätte das bei dir gar nicht erwaret, bin aber auch froh, wenn ich sehe wie es anderen Künstlern und sehr guten Künstlern ähnlich ergeht.
    Ich denke immer nur, so schlimm wie bei mir ist es bei niemanden :D. Naja, jedenfalls nicht bei denen, die wirklich etwas rausbringen.

    Der Perfektionist schreitet schon bei Beginn ein, wenn man nur daran denkt etwas Anzufangen. Jedenfalls bei mir. Ich kämpfe mit diesem Problem in allen Lebensbereichen und leider gewinnt oft das "erst gar nicht anfangen". Ich schaffe mich immer wieder zu überwinden aber es wird nie zur Gewohnheit oder die Blockade fällt nicht ganz weg.

    Was zuletzt geholfen hat, ist ein Dialog mit dem perfektionistischen Anteil (als imaginäre Person, das kommt aus dem IFS-System). Es geht darum ihn anzuhören, zu verstehen und auch zu akzeptieren aber auch darum, deine rationale Sichtweise zu erklären und ihn zu beruhigen.

    Ein Argument ist auch oft die Zeit. Mit der wenigen Freizeit (so fühlt es sich für mich leider an), muss ich genau überlegen ob ich etwas anfange und ob ich es überhaupt zuende bringe (was ich fast nie tue). Ich muss auch immer zwischen Hobbies wechseln (vielleicht wegen ADS), sonst werde ich Bewegungslos.

    Deshalb fällt es mir z.B. dann einfach in der Bahn mit Note und Infinity Painter etwas zu machen. Denn die Zeit ist eh weg.

    Immer wieder sein Fortschritt bewusst machen, bewusst machen, dass jede Zeichnung Fortschritt ist, auch wenn es nicht danach aussieht. Aber ich kenne dieses schreckliche Gefühl, wenn es nicht danach aussieht. Aber wisse, dass man es besser kann und können wird. Oft fehlte einfach die Zeit, Geduld, Energie oder etwas anderes.
    Ein Künstler darf lernen die Schlange zu reiten. Das auf und ab des Ergebnisses, des Flows.

    Ich wünsche nicht nur dir, sondern allen die mit diesen Konflikten konfrontiert sind, die Hoffnung, den Glauben und die richtige Lebensweise, sich als Künstler entfalten zu können um andere zu inspirieren :like:

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