Vorweg fand ich es gut, dass direkt gesagt wurde, dass interne Besprechungen laufen und noch ein Statement veröffentlicht wird. Ich weiß sowas braucht seine Zeit, ich persönlich hätte vermutlich erst in einer Woche nach Ankündigung oder später mal nachgefragt wie der Stand der Dinge ist. Dass bescheid gegeben wurde war super.
Was man meiner Meinung hätte besser machen können wäre durchaus tiefer ins Detail zu gehen. Was mit in Dackels Post fehlt ist eine kurze Benennung worin der Fehler besteht. Ein kurzes "Ein User wurde gebannt für Störung des Forenfriedens, obwohl dies nicht vorlag. Die Entscheidung wurde überstürzt augfrund von Privaten Dingen getroffen und nicht aufgrund von Dingen die im Forum vorgefallen sind. Dafür möchten wir uns aufrichtig bei allen beteiligten entschuldigen." Ich kann mir vorstellen, dass das auch etwas ist was Trashy vermisst, korrigier mich wenn ich da falsche Annahmen tätige. So hätte man keine Namen genannt, da der User eh entbannt ist nicht "nachgucken" können und diejenige, die es mitbekommen haben, wussten eh um wen es geht. Außerdem hätte man mit der betroffenen Person sprechen können "Hey, sollen wir das im Forum erklären oder möchtest du das selbst machen?" und das dementsprechend im Post kommunizieren. Es wurde zwar geschrieben, dass intern und privat Gespräche laufen, aber das kann ja alles bedeuten. So wirkt es eher als würde man sich hinter dem Schutz des Wahrens der Anonymität verstecken um die Situation nicht zu erklären. Das ist keine Unterstellung an dieser Stelle! Sondern nur eine Perspektive, wie die Außenwirkung sein kann. Anstatt zu sagen "wenn die Leute sich dazu äußern wollen, dann tun sie es" wäre es transparenter für mich zu sagen "wir haben die betroffenen gefragt ob sie sich selbst dazu äußern wollen. Wenn sie sich dazu bereit fühlen wird von ihnen selbst ein Statement kommen" oder eben "Die betroffenen Personen haben uns mitgeteilt, dass wir die Sachlage erläutern dürfen". Dann hätte man immernoch keine Namen direkt nennen müssen, sondern hätte den Fall umschreiben können.
Es ist alles in sehr kurzer Zeit passiert, Gils letzter Post war Samstag, gestern war Gil dann wieder entsperrt, das waren keine 3 Tage wenn ich mich nicht irre. Ich weiß nicht wer euch [Mods] da so einen Druck gemacht hat sofort zu agieren, aber ich frage mich an der Stelle ob es anders gelaufen wäre, wenn alle Beteiligten sich 2 Tage rausgenommen hätten und einfach Furzone nicht geöffnet hätten. Selbst erstmal sacken lassen, durchatmen und dann mit frischem Blick an die Sache heranzugehen. Das ist sowieso etwas, was ich mir von der Moderation wünsche, bedachte Entscheidungen zu treffen und auch mal nen Tag drüber nachzudenken. Gleichzeitig wünsche ich mir von der Userschaft den Mods diese Zeit auch zu zu gestehen. Wie Fneh meinte, wir sind doch alle erwachsen oder auf dem Weg dahin und sind alle an einem gemeinsamen Miteinander interessiert. Und wir wissen alle, dass man nicht 24/7 Zeit fürs Forum hat und solche Dinge auch mal ne Weile brauchen.
Muss man wenn man persönliche Probleme mit einer Person hat, die das gleiche Recht wie alle anderen hat hier zu sein, es gefühlt allen anderen madig machen? Das ist eine rhetorische Frage, die einfach nur zum nachdenken anregen soll. Sind meine privaten Probleme mit Person X wirklich so wichtig, dass es die gesamte Gemeinschaft in Aufruhr versetzen könnte? Und ich kenne diese Situation selbst, glaubt mir. Nie wäre es mir in den Sinn gekommen die Person auf einer Plattform sperren zu lassen, wegen meinen Problemen mit ihr, egal wie tief der Hass sitzt, das ist ein me-Problem. Sollte es Posts geben, die an mich gerichtet sind, dann melde ich sie. Oder ich nutze die Blockierfunktion und blende die Posts der Person aus. Solange es auf der Plattform nicht zu Cybermobbing oder anderen strafrechtlich relevanten Dingen kommt ist das ganz allein mein Problem und wie ich damit umgehe. Wenn ich mich von der Plattfrom distanziere, dann ist das meine Sache, aber zu verlangen dass andere gesperrt werden ohne Tatbestand im Forum, damit ich weiter meinen Spaß haben kann ist unfair und egoistisch. Am Ende meinten die Mods es gut, wollten es der "anklagenden" Person recht machen, damit sie sich weiter wohl fühlt, was aber dazu führte, dass sich ne Menge anderer Leute anfingen unwohl zu fühlen. Auch kein Angriff an dieser Stelle, nur noch einmal eine Zusammenfassung. Ich weiß, so wie es aussieht hätte man es nicht allen Recht machen können und so oder so hätte sich am Ende eine "Seite" unwohl gefühlt. Aber grade in solchen Fällen ist es wichtig basieren auf Fakten und sachlich und neutral zu entscheiden, was fair wäre.
Und zum Thema Reaktionen erkennen: eine Entschuldigung ist automatisch weniger wert, wenn direkt danach ein "aber" folgt. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen erst einmal zu sagen "es ist wirklich kacke gelaufen, es tut uns leid" und dann in einem nächsten Post die Erklärung zu liefern. Das betonen dessen, dass alle nur Menschen sind und auch mal Fehler machen kann schnell wie eine Rechtfertigung wirken, zumal ich glaube dass das jedem hier im Forum bewusst ist. Ich kenne diesen Struggle selbst, da ich mich auch immer gerne versuche zu erklären, damit die Menschen meine Beweggründe verstehen und merken, dass es nicht böse gemeint war. Das tut aber nichts zur Sache, wenn ein Fehler schon geschehen ist. Da ist es erstmal wichtig Verantwortung dafür zu übernehmen und das funktioniert nicht, wenn direkt Erklärungen undoder Rechtfertigungen kommen. Das musste ich auch erst lernen.
Außerdem möchte ich Danke sagen, dass hier der Raum geboten wird die Sache aufzudröseln, auch danke an die Involvierten, die sich zu Wort gemeldet haben. Ich glaube wir wollen alle unsere Community bewahren und gemeinsam wachsen und lernen. Dazu gehört es aber auch bei Meldungen und Anliegen an die Mods selbst zu reflektieren und realistische Erwartungen zu haben. Ich würde mir wünschen, dass die Mods weniger unfair unter Druck gesetzt würden (da kann ich nur auf das Vertrauen, was die Mods hier berichten) und auch, dass nicht jedes sachliche nachfragen als Druck wahrgenommen wird. Ohne zu wissen, was genau Druck gemacht hat kann man das grade schlecht greifen und in Worte fassen, ich hoffe man versteht was ich meine. Nicht jedes nachfragen ist automatisch zum Druck aufbauen gedacht, aber vielleicht muss auch nicht jede Stunde nachgefragt werden auf der anderen Seite.